Donnerstag, 18. Juli 2013

Aktualisierung Sammlerobjekte: Fahrzeug-Verbandkasten der Wehrmacht (1938?)

Wieder stelle ich ein weiteres Objekt aus meiner Sammlung vor: Ein Fahrzeug-Verbandkasten der Wehrmacht. Es ist keine Jahreszahl im Inhaltsverzeichnis abgedruckt. Die ersten Verbandkasten dieser Art mit einem Datum habe ich von 1939 gesehen.


Gestempelt ist der Verbandkasten mit dem WaA 300 Stempel. Nach kurzer Recherche wurde dieser von mehreren Produktionsbetrieben zu unterschiedlichen Zeiten benutzt:

  • Moritz Stecher: Magazintaschen, Sättel (1942)
  • Meinel-Scholer: Zielvisiere für Gewehrgranaten, Leuchtpistolen (?)
  • F. u K. Voegels: Lederwaren (1937)
  • EFG: Besteck (1939)
  • Otto Reichel: Waffentaschen (1939-41; 1943)
  • AEG: Eierhandgranate (1941)
  • F. A. Anker & Sohn: Zubehörkisten (1942)

Lederwaren und Verbandkasten passen nun nicht wirklich zusammen, ebensowenig wie Besteck oder Handgranaten. Deswegen bin ich mir noch unschlüssig, ob die Liste, die ich im Netz gefunden habe, nicht unvollständig ist. Der einzige Betrieb, der dem noch am nächsten kommt ist der zuletzt genannte: F. A. Anker & Sohn aus Jöhstadt in Sachsen. Bisher habe ich noch keine weiterführenden Informationen zu diesem Betrieb im Internet gefunden. Daher bleibt die Herkunft erst einmal ungeklärt.


Neben dem Abnahmestempel befindet sich auch ein Firmenstempel, wie ich meine. Dieser könnte mir bei der Identifizierung weiterhelfen. Leider konnte ich diesen bisher noch nicht zuordnen. Der Verbandkasten an sicht scheint eine rote Grundierung unter der grünen Farbe zu haben. Ich meine irgendwann mal gesehen zu haben, dass auch Automobile, z.B. der Kübelwagen eine rote Grundierung vor dem endgültigen Aufbringen der Farbe erhalten haben. Ob das mit der Tatsache zusammen passt, dass es ein Verbandkasten für Fahrzeuge gewesen sein soll, ist noch unklar. Er weist nur sehr wenige Roststellen auf.


Im Inneren ist er mit Holz verkleidet, das mit Nieten am Metall befestigt ist. Der Tragegriff und die Kistenverschlüsse sind sorgsam ausgespart. Zusätzlich ist er in zwei unterschiedlich große Fächer unterteilt. Wofür genau die Unterteilung vorhanden ist weiß ich nicht.


Im Inhaltsverzeichnis wird das Inventar aufgeführt und Hinweise sowie Tipps zum Verarzten von Wunden gegeben.


Die Scharniere und Verschlüsse funktionieren problemlos. Ein weiteres Zeichen für das ältere Produktionsdatum ist die Frakturschrift. Diese wurde oft bei offiziellen Dokumenten verwendet. Später hingegen wurde die gebrochene Schriftart durch Antiqua ersetzt. In neueren Verbandkästen ist deshalb ein "lesbareres" Inhaltsverzeichnis zu finden.

Sonntag, 7. Juli 2013

Tante Ju - Die Recherche

Nach Abschluss des Königtigers habe ich mich an mein nächstes Projekt gewagt. Die Junkers Ju 52/3m. Dazu hatte ich im Internet wie berichtet Abziehbilder der Olympia-Maschine von 1936 gefunden.


Nun hatte ich den Bausatz ausgepackt und habe mich an die ersten Teile gewagt. Musste aber schnell feststellen, dass es verschiedene Versionen dieses Modells gegeben hat. Hätte ich eigentlich erahnen können. Also habe ich meine Arbeiten erst einmal unterbrochen und mich wieder in die unendlichen Weiten des Netzes begeben um weitere Informationen zu bekommen.


Als erstes fing ich damit an gezielt nach Bildern der Olympia-Maschine von 1936 zu suchen, musste aber feststellen, dass diese sehr schwer zu finden waren. Nach einer Weile hatte ich dann mein erstes Ergebnis. Eine Gruppe Ju 52/3m auf dem Berliner Flughafen Tempelhof. Darunter auch die Olympia-Version.

Urheberrecht unbekannt. Dient lediglich der Recherche.

Kurze Zeit später wurde ich wieder fündig. Dieses Mal fand ich eine Backbord-Nahaufnahme der Olympia-Maschine. Mit dieser Nahaufnahme konnte ich schon viel anfangen und verifizieren, welche Teile angebaut werden sollten und welche nicht.

Urheberrecht unbekannt. Dient lediglich der Recherche.
Wenig später fand ich dasselbe Geschwader Ju 52/3m auf Berlin Tempelhof aus einer anderen Perspektive. Leider kann man auf diesem Foto nicht viel erkennen, weswegen es für meine Recherche nicht in Frage kommt.
Zu guter Letzt habe ich noch ein Bild einer Ju 52/3m dieses Typs in Farbe gefunden. Dieses Foto werde ich als Anhaltspunkt für die Farbgebung benutzen. Die Farben sind in der Anleitung zwar vorgegeben, weichen ab und zu aber vom Original ab.

Urheberrecht unbekannt. Dient lediglich der Recherche.

Nachdem ich genügend Bilder gefunden hatte - mehr gab die google Bildersuche auch nicht mehr her - machte ich mich daran etwas mehr über die Geschichte der Ju 52 an sich zu erfahren (Wikipedia lässt grüßen).

Die dreimotorige Ju 52/3m ging aus der einmotorigen Frachtmaschine hervor. Ursprünglich sollte die dreimotorige Version nicht gebaut werden. Die Ju 52/1m wurde 1930 entwickelt um Gebiete mit unterentwickelter Infrastruktur zu versorgen. Es wurde Wert auf geringen Wartungsaufwand gelegt. Zusätzlich konnte sie ohne große Umstände in ein Kriegsflugzeug umgebaut werden. Zum Beispiel konnte in die Hecktüre ein MG-Stand eingebaut werden und das getrennte Fahrwerk erlaubte die Aufhängung von Bomben. Diese Planungsmaßnahmen machten sich bezahlt, als Junkers 1933 den Auftrag über 430 Behelfsbomber bekam.

Die Zivilmaschine bot Platz für 15 Passagiere sowie zwei Notsitze. Mit den patentierten Junkers-Doppelflügeln, welche auf den oberen Bildern gut zu sehen sind, konnte nicht nur Auftrieb gewonnen sondern auch gesteuert werden. Durch den Luftspalt erhöhte sich zwar der Luftwiderstand, erhöhte auf der anderen Seite das Langsamflugverhalten. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Wellblechbeplankung. Insgesamt wurden 4.800 Maschinen dieses Typs hergestellt. Mehr als ein Drittel davon vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Die Ju 52/3m wurde schnell zum zuverlässigsten Standard-Flugzeug der Lufthansa. 1938 wurden etwa 75 % des gesamten Luftverkehrs mit ihr ausgeführt.

Sonntag, 30. Juni 2013

Aktualisierung Sammlerobjekte: Die Deutsche Wehrmacht (1936)

Als zweites Objekt möchte ich euch ein weiteres Buch aus meinem Besitz vorstellen. Es ist ein Sammelalbum vom Cigaretten-Bilderdienst Dresden-A.5, der gleichzeitig auch Herausgeber ist und trägt den Titel "Die Deutsche Wehrmacht".

Cigaretten-Bilderdienst Dresden-A.5 (1936): Die Deutsche Wehrmacht, Cigaretten-Bilderdienst Dresden-A.5, Dresden

Es beinhaltet zwei Farbtafeln mit Abbildungen von Fahnen und Uniformen des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine. Der Hauptteil des Buches besteht aus 270 farbigen Stickern, die jeweils mit einer Bildunterschrift und einer kleinen Erklärung zum Bild versehen sind.

Die ersten Seiten beinhalten Informationen über das Wehrgesetz vom 21. März 1935 mit Angaben über die Wehrpflicht, den aktiven Wehrdienst und die Anforderungen zum Eintritt in die Wehrmacht. Die einzelnen Einleitungstexte zu den Wehrteilen bieten Informationen über Entstehungsgeschichte, Gliederung, besonderen Eintrittsbestimmungen und Informationen zu Laufbahnen.

Der Sammelbildabschnitt des Heeres ist unterteilt in folgende Kategorien:
  • Führung - Fahnen - Tradition
  • Der Rekrut
  • Kasernenleben
  • Ausbildung
  • Die Infanterie
  • Die Kavallerie
  • Die Artillerie
  • Pionierdienst
  • Nachrichtendienst
  • Gebirgstruppen
  • Kraftfahrtruppen-Motorisierung und
  • Übung und Manöver

Der  Sammelbildabschnitt der Kriegsmarine ist unterteilt in folgende Kategorien:
  • Führung - Tradition - Parade
  • Unsere Kriegsschiffe
  • Seemansdienst und -leben
  • Schiffs-Artillerie
  • Torpedo und Torpedoboot und
  • Sonderausbildung

Der Sammelbildabschnitt der Luftwaffe ist unterteilt in folgende Kategorien:
  • Bodendienst
  • Aufklärungsflieger
  • Kampfflieger
  • Jagdflieger
  • Seeflieger
  • Flakartillerie
  • Luftnachrichtentruppe und
  • Gedenktage der Luftwaffe

Samstag, 29. Juni 2013

Neue Seite "Original 2. WK"

Heute möchte ich eine neue Seite auf meinem Blog einführen: Auf der Seite mit dem Titel "Original 2. WK" wollte ich verschiedene Dokumente und Objekte aus meiner privaten Sammlung zum Thema 2. Weltkrieg vorstellen. Nach und nach werde ich bereits vorhandene Objekte und Neuerwerbungen dort auflisten.


von Wedel; Hansen (1940): Die Soldaten des Führers im Felde, II. Band: Der Krieg im Westen, Raumbild-Verlag Otto Schönstein K.-G., München


Als erstes Objekt möchte ich euch ein Buch aus der Reihe des Raumbild-Verlags vorstellen. Es trägt den Titel "Die Soldaten des Führers im Felde, II. Band: Der Krieg im Westen" und wurde von Oberstleutnant des Generalstabes Hasso von Wedel Abteilungschef  im Oberkommando der Wehrmacht und Reichsamtsleiter Henrich Hansen Reichspressestelle der NSDAP herausgegeben.



 
Das Buch umfasst  80 Seiten, enthält acht sogenannte "Farbtafeln", die man heutzutage als Bilder bezeichnen würde und 100 Raumbilder. Der Einband besteht aus leichtem Holz und hat für die Aufbewahrung der Raumbild-Brille und der Raumbilder im vorderen Einband zwei und im hinteren drei Fächer. Die Raumbilder sind zu jeweils 25 Stück auf vier Fächer aufgeteilt. Der Text ist in der typischen Frakturschrift der damaligen Zeit gedruckt.




Mithilfe der Raumbild-Brille können die Bilder mit einem 3D-Effekt angesehen werden. Dazu muss die Brille wie in dem GIF oben zu sehen ist ausgeklappt werden. Zur Betrachtung der Bilder müssen diese nur noch in die vorgesehene Halterung eingesteckt werden und durch die Brillengläser geschaut werden. Durch vergrößern oder verkleinern des Abstandes zwischen Brillengläsern und dem zu betrachtenden Bild wird die Schärfe eingestellt. Ein Raumbild zeigt zweimal dasselbe Motiv etwas versetzt. Durch die Vergrößerungsgläser der Brille werden beide übereinandergeschoben und vom Auge als dreidimensional wahrgenommen.




Die Schreibweise kann sicherlich jeder erahnen. Sie ist sehr nationalistisch und herausfordernd. Schon die erste Seite der Einleitung entlockt einem Kopfschütteln. Bereits in der Einleitung "Einklang" befinden sich diffamierende Äußerungen über Juden und abschätzige Bewertungen über die Feinde des Deutschen Reiches. Den Großteil des Buches habe ich übersprungen. Es behandelt wie im Inhaltsverzeichnis angegeben die Kämpfe in Holland, Belgien und Frankreich und schließt mit den Worten: "Es bleibt nur noch ein Feind: England!". Im Ausklang ist die Rede von einem letzten Gegner, einem neuen Europa und dem wahren Großdeutschland sowie dem deutschen Frontsoldaten als Symbol für Hingabe, Treue und Leistung, der in die Geschichtsbücher eingehen und bei einem Blick in diese unübersehbar sein wird.

Samstag, 22. Juni 2013

Der Königstiger - Letzte Arbeiten

Ich habs endlich geschafft! Nach über einem Monat habe ich mich wieder mal an den Königstiger gesetzt und siehe da. Nach ein paar Stunden Arbeit auf zwei Tage verteilt sah das Modell gleich viel besser aus.

Was noch gefehlt hatte, waren die kleinen Details. Für die brauche ich erfahrungsgemäß immer etwas länger, da mir nach einer Weile die Lust am Anmalen und dem Zusammenbauen der Kleinigkeiten vergeht :D


Der Anneliese-Schriftzug gefällt mir von dieser Seite wesentlich besser. Zuerst wollte ich das weiß mit einer feinen Schicht dunkelgrau überdecken und darauf die Abziehbilder anbringen, aber realistischer erschien es mir dann doch, die weiße Wintertarnung wieder zu entfernen. Durch die Deckschicht Haarspray hat das auch hier ganz super funktioniert. Gelungen finde ich auch das dünne Stahlseil. Es sieht irgendwie realistischer aus als das große. Nach dem Altern gefallen mir auch die Werkzeuge. Hier zu sehen die Axt unter der geöffneten Luke.


Von dieser Seite kann man schön das verdreckte Laufwerk sehen. Ich habe mir noch überlegt, es nachträglich noch mit einer Schicht "AK 016 fresh mud" zu versehen, um die Verdreckung noch etwas realistischer aussehen zu lassen. 


 Die Auspuffe gefallen mir ganz gut. Hier habe ich mit mehreren Schichten Rostfarbe von AK interactive gearbeitet. Der Wagenheber sitzt etwas schräg... Die Löcher für die Schutzbleche sind auch noch zu sehen.


Hier sieht man in der Nahaufnahme noch einmal die Abnutzungen an Ecken und Kanten, sowie die Schleifspuren der Luke. Die seitlichen Kettengliedern zur Turmverstärkung. Man kann hier auch, wenn man ganz genau hinschaut, die 314 unter dem schwarzen Balkenkreuz sehen. Ebenso das normale Balkenkreuz zwischen dem Balkenkreuz und der roten 314.


Hier gefällt mir auch die Alterung der Lüftungseinlässe. Diese habe ich mit einem Washing für DAK-Fahrzeuge verdreckt.


An der Kommandantenkuppel und dem oberen Turm gefallen mir die Alterungsspuren. Hier habe ich die ebenfalls die Ecken und Kanten mit einem harten Pinsel über die Farbe gerieben und so die Schicht Haarspray darunter gelöst.


Die Halterungen für die Werkzeuge und Stahlseile habe ich ebenfalls mit weißer Tarnfarbe bemalt. Dazu fällt mir ein Zitat eines Bekannten ein: Die Wehrmacht war ein pingeliger Verein.
 

Bleibt als Abschluss zu sagen: Für das Modell habe ich definitiv zu lange gebraucht. Hätte ich mich öfter mal drangesetzt, wäre es viel früher fertig geworden. Was mir im Nachhinein dann doch nicht so toll am Modell gefällt ist die Kette aus Kunststoff. Sie sieht eben doch nicht so detailreich aus wie eine Einzelgliedkette.

Ein Haken bleibt aber dennoch: Die Besatzung ist noch nicht fertig. Geschweige denn die Base, auf der ich das Modell aufstellen wollte. Zumindest zwei der Besatzungsmitglieder haben schon samtmatte schwarze Stiefel bekommen.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Dienstag, 28. Mai 2013

Weitere geplante Projekte

Immer wenn ich eine Weile an einem Modell gearbeitet habe, verliere ich ziemlich schnell die Motivation. Deshalb habe ich meistens mehrere Modelle, die ich nebenher anmale bzw. zusammenbaue. Im Moment arbeite ich nur am Königstiger (mehr oder weniger). Daneben habe ich noch irgendwo mein vor fast einem Jahr angefangenes Afrika-Diorama rumliegen. Nach dem Königstiger wollte ich mit einer Junkers Ju 52 anfangen. Normalerweise bin ich nicht so der Flugzeugbastler, aber diese hats mir dann doch angetan :)


Der Bausatz der Junkers Ju 52/3m ist von Italeri und im Maßstab 1:72. Der dreimotorige Flugzeugtyp ging aus einem einmotorigen Frachtflugzeug hervor. Die beiliegenden Abziehbilder haben mir aber alle nicht so sehr gefallen. Vorweg hatte ich mich im Internet schon nach anderen Versionen umgesehen und bin fündig geworden:


Bei ebay habe ich für das Modell Abziehbilder für die Olympia-Version von 1936 gefunden. Falls irgendjemand zufällig noch brauchbare Originalfotos von dieser Maschine hat, kann er mir diese gerne zukommen lassen. Bisher habe ich lediglich ein mehr oder weniger brauchbares Foto vom Berliner Flughafen Tempelhof gefunden. Die Abziehbilder sind von PEDDINGHAUS-Decals. Im großen und ganzen hat peddecals eine große Auswahl an Abziehbildern zu allen möglichen Modellen und stellen auch kundenspezifische Verisonen auf Anfrage her.

Während meinem Urlaub, in dem ich durch Deutschland unterwegs war, habe ich auch das Deutsche Panzermuseum in Munster besucht. An dem Wochenende war zufällig noch die Militärmodellbauausstellung. Leider war deswegen etwas viel los und man konnte kaum um die ausgestellten Originale laufen geschweige denn Fotos schießen ohne dass irgendjemand durchgelaufen wäre... Nichtsdestoweniger ein schöner Museumsbesuch. Natürlich konnte ich das Museum nicht verlassen ohne etwas gekauft zu haben. Neben dem Museumsführer wurde es dann noch ein Tiger I im Maßstab 1:16 von HobbyBoss. Eigentlich wollte ich mir erstmal eine Weile keine neuen Modell kaufen, da ich noch genügens ungeöffnete Bausätze rumliegen habe, aber bei dem Preis von 59€ konnte ich einfach nicht widerstehen :D


Mit einer Länge von 53 cm und einer Breite von 22 cm ein Monster. Bin mal gespannt, welche Upgrade Sets es dafür geben wird. Zumindest ein paar Fotoätzteile soll es laut Verkäuferaussage bald geben. Für den Preis ist das Grundmodell aber ziemlich gut. Da bekommt man andere Modell im Maßstab 1:35 für. Das tolle an dem Modell ist außerdem, dass es auf RC aufgerüstet werden kann. Obwohl ich da etwas skeptisch bin, da doch fast alle Teile aus Plastik sind.

Geplant war für den großen Tiger I eine Art Videoblog zum Baufortschritt. Mal sehen was daraus wird. Wie ich mich kenne, kann das aber noch ein Weilchen dauern. Immerhin habe ich schonmal aus Langeweile mit dem Intro für die Videos angefangen:


Meine Absicht war es, eine Art Tarnbemalung eines Panzers nachzuempfinden. Bisher bin ich mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Wie ich das innere des Logos gestalte bin ich mir noch nicht sicher. Doch um der Kunst willen wird mir schon was einfallen ;)

Freitag, 24. Mai 2013

Königstiger - Laufwerk + Wintertarnung Teil 2

Die Bilder, die ihr hier zu sehen bekommt, habe ich schon vor einem Monat gemacht gehabt. Seither hatte ich einfach nur keine Lust etwas zu schreiben, bzw. am Modell weiterzubasteln. Und beim Versuch vor meinem Urlaub noch etwas zu posten hat der Uploader zu lange gebraucht, weswegen ich irgendwann aufgegeben habe.

Nach dem ich das Modell ja mit Haarspray grundiert hatte und mit der Wintertarnung bemalt hatte, ging ich daran, das Laufwerk mit Schlamm zu verzieren. Dazu ging ich wie schon im letzten Beitrag gezeigt vor. Ich habe die Laufrollen mit verdünntem Bastelleim bestrichen, die Pigmente aufgebracht und mit einem Pinsel verschmiert. Mit einem Papier Küchenrolle habe ich die überschüssigen Pigmente wieder entfernt, bzw. in die Vertiefungen eingerieben:


 Als alles getrocknet war, habe ich das Laufwerk an der Wanne befestigt. Zuerst habe ich darauf geachtet, dass sich auch alle Räder problemlos drehen, weil ich den Panzer mit beweglichem Fahrwerk basteln wollte.


Nachdem ich mir aber überlegt hatte, dass ich den Panzer mit der Besatzung auf einem Diorama aufstellen wollte, musste die Kette natürlich durchhängen. Das ging bei dieser Kunststoffkette natürlich nur, wenn man sie an den Laufrollen festklebt. Also war der ganze Aufwand umsonst. Jetzt kleben die Ketten an zwei Punkten an den Laufrollen und lässt sich nicht mehr bewegen. Im Nachhinein bin ich aber mit der Entscheidung zufrieden, weil der Panzer so echter wirkt. Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Kette richtig gespannt ist, wenn sie auf der zweiten Laufrolle aufliegt. Also habe ich versucht, das so darzustellen:


 Nun könnt ihr auch den Grund für die Haarspraytechnik sehen. Durch die Schicht Haarspray lässt sich die oberste Schicht Farbe leicht durch anfeuchten und einem Pinsel wieder entfernen. So habe ich mit verschiedenen Utensilien versucht, einen gebrauchten Eindruck zu erwecken. Bei der Lukenöffnung auf der Wanne ist mit das ganz gut gelungen, als ich diese einfach über die Wanne gezogen habe:


Am Zimmerit war es ziemlich schwer, die Farbe soweit zu entfernen, dass man den Tarnanstrich darunter wieder gut sehen konnte. Daher habe ich mich auf Ecken und Kanten konzentriert und ein paar andere Stellen wie zum Beispiel das Schutzblech vorne links. Im großen und ganzen macht der Panzer so einen ganz guten Eindruck:


Mittlerweile habe ich auch alle Abziehbilder außer dem "Anneliese"-Schriftzug angebracht. Man kann bei genauem Hinschauen sogar noch die alten Turmbeschriftungen und das Balkenkreuz unter dem Winteranstrich sehen:


Nächster Schritt wird sein, die Werkzeuge und das Zubehör fertig zu bemalen und am Panzer zu befestigen. Natürlich fehlt noch der Anneliese-Schriftzug, der dem Panzer erst das gewisse Etwas gibt und wenn dann soweit alles fertig ist, gehts an die Besatzung. Die sieht man im Hintergrund übrigens bereits weiß grundiert.

Samstag, 20. April 2013

Königstiger - Laufwerksalterung und Wintertarnung

Seit dem letzten Post vom 08.04. habe ich immer wieder am Königstigermodell weitergebastelt. Sowohl am Laufwerk, als auch an der Grundierung und an der Wintertarnung. Da ich jetzt keine Lust habe für jeden einzelnen Arbeitsgang einen eigenen Post zu erstellen, beschreibe ich einfach den Fortschritt:

Mittlerweile hab ich alle Laufräder gealtert wie im letzten Post gezeigt. Mit dem Resultat bin ich ganz zufrieden gewesen. Danach habe ich die Unterseite der Wanne ebenfalls mit Erde verziert und mit "AK 023 Dark Mud" von AK interactive grundiert. Anschließend habe ich den Wannenboden und -seiten mit "AK 080 Summer Kursk Earth" trockengebürstet.


Gleichzeitig habe ich das Modell mit "AK 066 Wash for DAK vehicles" bepinselt und das ganze mit einer Schicht Haarspray überzogen. Deswegen glänzt der Panzer auch so (Zum Glück sieht man das später nicht mehr...) Da frage ich mich: Gibt es eigentlich auch mattes Haarspray? Den Grund für die Haarspraygrundierung kennt wahrscheinlich der eine oder andere. Wenn nicht, den Grund dafür könnt ihr bald sehen.


Als nächstes habe ich dann mit der Verschlammung der Laufräder begonnen. Dazu habe ich die Pigmente "AK-081 Dark Earth" verwendet. Vermischt mit verdünntem Weißleim habe ich sie auf die Räder aufgebracht, die Räder mit der verschlammten Seite auf eine Küchentuchrolle gelegt und leicht gedreht. Die Pigmente in den Vertiefungen blieben auf dem Rad kleben, die anderen wurden abgewischt. So habe ich eine Verschlammung erzeugt, mit der ich ganz zufrieden bin.


Das habe ich mit allen Laufrädern gemacht. Allerdings nur auf der Rückseite. Die Vorderseite wollte ich nach Aufbringen der Wintertarnung verschlammen. Mein Gedankengang dabei war, dass ja der zusammengebaute Panzer umlackiert wird und man somit schlecht an die Rückseite der Räder kommt.

Als nächster Schritt habe ich mich an die Wintertarnung gewagt. Nachdem ich letzte Woche auch meine Airbrush das erste Mal ausprobiert hatte und wusste, wie ich sie bedienen muss. Natürlich habe ich es ohne Anleitung versucht... Letztendlich habe ich mir doch das tolle Einführungsvideo aus den 90ern angeschaut :D
Für die Wintertarnung habe ich "05 weiß" von Revell benutzt. Verdünnt mit Wasser ließ sie sich leicht aufsprühen. Ich habe versucht, die Wintertarnung nicht ganz deckend aufzubringen. Mit dem Ergebnis bin ich für meinen ersten Versuch ziemlich zufrieden. Vielleicht ist es ein bisschen zu deckend.
 

Auf den Bildern kommt der Effekt leider nicht so gut raus. Am Original sieht man die Grundierung noch besser herausstechen. Hier noch aus einer anderen Perspektive:


Von der anderen Seite:
 

Und weils so schön in den Augen wehtut, noch eins:


Der nächste Schritt wird dann sein, das Laufwerk von der Vorderseite her noch mit Schlamm zu verzieren und am Panzer anzubringen. Danach ist die Alterung der Wintertarnung dran. Dann fehlen noch Auspuff, Werkzeuge, die Abziehbilder und zu guter Letzt die Besatzung.

PS: I noticed that I got some views from English speaking and other countries too. If you want to have an English version of my blog just leave a comment and I'll try my best with my next post.

Montag, 8. April 2013

Der Königstiger - Das Laufwerk (Teil 1)

Hier der erste Zwischenstand zum Laufwerk des Königstigers. Die gute Nachricht: Die getrocknete Erde hat locker ausgereicht :)


Vor etwa einem Monat hatte ich die Erde im Backofen getrocknet. Da ich Blumenerde genommen hatte, waren noch zu viele organische Stoffe enthalten. Das Ergebnis könnt ihr euch sicher vorstellen... Nachdem ich die groben Teile ausgesiebt hatte, blieb der Rest übrig, den ihr oben sehen könnt.


Mit etwas verdünntem Holzleim habe ich die Erde am Modell angebracht. Für die farbliche Anpassung habe ich "AK-023 Dark Mud" von AK interactive verwendet. Oben in getrocknetem Zustand zu sehen. Durch die getrocknete Erde ergibt sich so ein schöner plastischer Effekt, der vom Maßstab her finde ich auch ziemlich realistisch aussieht.


Danach kamen die Laufräder dran. Nachdem ich sie zuerst weiß grundiert hatte, fand ich es doch besser, sie in dunkelgelb zu grundieren. Danach haben sie ein Washing mit "AK-066" erhalten. Eigentlich ist dieses für DAK Fahrzeuge gedacht, erfüllt bei dunkelgelben Fahrzeugen aber auch seinen Zweck. Die Laufflächen der Räder habe ich mit "74 Geschützgrau" von Revell bemalt.


Für die Alterung habe ich probeweise "706 Light Rust" und "707 Medium Rust" von AK interactive verwendet. Danach wie schon bei den Ketten mit "Boltgun Metal" von Games Workshop trockengebürstet. Abschließend habe ich die Laufflächen noch mit "083 Track Wash" abgedunkelt. Mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden und werde die anderen Laufräder ebenfalls mit denselben Farben altern.